Primal Power Academy LogoQuiz starten
Männlichkeit & Identität

Die 7 häufigsten Ausreden von Männern und was wirklich dahinter steckt: Ein Nachschlagewerk

15. August 2026 · 7 min read

Die 7 häufigsten Ausreden von Männern und was wirklich dahinter steckt: Ein Nachschlagewerk

Ich trink bis heute jeden Tag einen Energydrink. Das ist meine ehrliche Ausrede, wenn's um Schlaf geht: ich hol's über Koffein wieder rein, statt früher ins Bett zu gehen. Ich weiß es besser. Ich mach's trotzdem. Genau deswegen kenn ich jede Ausrede, die du dir gerade selbst erzählst, aus dem eigenen Mund. Hier ist meine Liste der häufigsten Ausreden von Männern in der Fitness, gesammelt aus über zehn Jahren im selben Studio: was wirklich dahintersteckt, und der eine Hebel gegen jede einzelne.

Kein Diagnose-Artikel über gescheiterte Diäten. Ein Nachschlagewerk. Derselbe Fehler in unterschiedlicher Verkleidung, immer wieder, bei mir genauso wie bei jedem Mann, der bei mir anfängt.

Warum es nie am Wissen liegt

Jeder Mann, der bei mir Coaching anfängt, weiß vorher schon, was zu tun ist. Weniger Zucker, mehr Eiweiß, zweimal die Woche ins Studio. Das steht nicht im Geheimwissen der Branche, das kennt jeder aus dem eigenen Kopf. Der Hebel, der fehlt, ist so gut wie nie eine Information. Es ist die Entscheidung, heute damit anzufangen statt Montag.

Warum das bei so vielen Männern genauso läuft, hab ich mir in einem eigenen Artikel angeschaut. Hier geht's nicht ums Warum im Allgemeinen. Hier geht's um die konkreten Sätze, mit denen du dir selbst die Entscheidung abnimmst. Sieben Stück, alle bei mir im Coaching schon tausendfach gehört.

Die Liste: die häufigsten Ausreden von Männern in Fitness und Ernährung

Für jede: was wirklich dahintersteckt, und der eine Hebel dagegen. Nicht drei Tipps, einer.

1. Ich habe keine Zeit

Ich hab noch keinen Mann getroffen, der wirklich keine Zeit hat. Ich hab Männer getroffen, die über 90 Minuten am Tag am Handy verbringen und trotzdem behaupten, für 20 Minuten Training fehlt die Zeit. Das ist keine Zeit-Ausrede. Das ist eine Prioritäten-Ausrede, nur netter verpackt.

Was dahintersteckt: Training fühlt sich nach mehr Aufwand an als Scrollen, also verliert es im Kopf automatisch. Der Hebel: eine Woche lang mitschreiben, wo die Abende wirklich hingehen. Kein Vorwurf, nur Zahlen. Die meisten finden ihre 20 Minuten in der eigenen Statistik, nicht im Kalender.

2. Ich warte, bis ich motiviert bin

Motivation kommt bei fast jedem Mann nach der ersten Handlung, nicht davor. Du fühlst dich nicht motiviert und gehst trotzdem trainieren. Danach fühlst du dich anders. Ich hab in über zehn Jahren im selben Studio kein einziges Mal erlebt, dass jemand vor dem Training mehr Lust hatte als danach.

Was dahintersteckt: du wartest auf ein Gefühl, das kein Wetter ist, das irgendwann von allein umschlägt. Der Hebel: nur die ersten fünf Minuten fest einplanen, nicht die ganze Einheit. Nach fünf Minuten ist Aufhören unwahrscheinlicher als Weitermachen, das reicht als Startknopf.

3. Ich fange nächsten Montag an

Der Montag nach dem Urlaub ist nicht leichter als der Dienstag davor. Ich hab das bei keinem einzigen Mann in zehn Jahren anders erlebt. Was dahinter meistens steckt, ist Alles-oder-Nichts-Denken: entweder die perfekte Woche mit Meal Prep und fünf Einheiten, oder gar nichts.

Was dahintersteckt: der Perfektionsanspruch macht den Einstieg künstlich groß. Der Hebel: heute die kleinste Version machen, nicht nächste Woche die größte. Ein Spaziergang heute schlägt fünf geplante Einheiten, die nie stattfinden.

4. Ich habe es schon probiert

Ich frag dann immer nach: wie lange genau. Meistens kommt eine Zahl unter vier Wochen. Eine Woche Low Carb ist kein Test, das ist der Zeitraum, in dem sich der Körper gerade erst umstellt.

Was dahintersteckt: Probieren hat eine eingebaute Ausstiegsklausel, Entscheiden nicht. Ich hab dazu einen eigenen Artikel geschrieben, weil das bei mir selbst beim Bierverzicht genauso lief. Der Hebel: eine feste Zahl vor den Versuch setzen, 4 Wochen, 12 Einheiten. Bewertet wird danach, nicht dazwischen.

5. Bei mir ist das eh genetisch

Stoffwechsel, Veranlagung, "meine Familie ist einfach so gebaut". Ich hör das oft, und bei den wenigsten stimmt die Erklärung wirklich. Was meistens stimmt: niemand hat je genau erfasst, wie viel wirklich gegessen wird.

Was dahintersteckt: Veranlagung ist eine Erklärung, gegen die man nichts tun muss, das macht sie bequem. Der Hebel: zwei Wochen wirklich alles tracken, ohne zu schummeln. Die Zahl auf dem Papier schlägt jede Vermutung über die eigenen Gene.

6. Ich muss erst noch mehr wissen

Drei weitere Videos über Intervallfasten ändern an deinem Abendessen heute gar nichts. Ich seh das bei Männern, die seit Monaten Diätformen vergleichen und noch keine einzige durchgezogen haben.

Was dahintersteckt: Recherche fühlt sich nach Fortschritt an, kostet aber nichts und verpflichtet zu nichts. Das ist der eigentliche Reiz daran. Der Hebel: eine Methode für vier Wochen fest wählen, alle anderen Videos für später aufheben. Der Unterschied zwischen den meisten Ansätzen ist kleiner, als das Internet dir verkauft.

7. Meine Familie und mein Job lassen das nicht zu

Das ist die Ausrede, bei der ich am vorsichtigsten bin, weil sie manchmal echt ist. Ein Kind im Krankenhaus ist ein Grund, kein Vorwand. Aber bei den meisten Männern heißt der Satz eigentlich: ich will nicht der sein, der noch was für sich beansprucht, während alle anderen was von mir wollen.

Was dahintersteckt: Verantwortung wird als Schutzschild benutzt, damit die eigene Entscheidung nicht mehr zur Debatte steht. Der Hebel: 20 Minuten sind kein Verrat an der Familie. Ich kenn keinen Mann, dessen Kinder ihn schlechter fanden, weil er dreimal die Woche kurz weg war und danach präsenter zurückkam.

Häufige Fragen

Muss ich alle sieben Ausreden gleichzeitig angehen? Nein. Nur die, die gerade bei dir zutrifft. Meistens ist es eine, maximal zwei, und der Rest sind Ableger davon.

Was, wenn keine der sieben genau passt? Dann ist deine Ausrede vermutlich eine Mischung, meistens aus Zeit- und Perfektions-Denken. Frag dich, welcher Satz zuletzt in deinem Kopf lief, bevor du eine geplante Einheit hast ausfallen lassen.

Wie unterscheide ich eine echte Ausrede von einem echten Grund? An der Dauer. Ein Grund erklärt einen einzelnen Tag. Eine Ausrede erklärt Wochen. Wenn du bei dir selbst ehrlich nachrechnest, weißt du meistens sofort, welches von beiden gerade vor dir steht.

Der Punkt

Sieben Ausreden, ein Muster: dahinter steckt so gut wie nie fehlendes Wissen. Es steckt eine Entscheidung, die du dir gerade selbst abnimmst, so wie ich mir das mit dem Energydrink jeden Abend selbst abnehme. Wie eine einzige kleine Entscheidung den ganzen Unterschied macht, hab ich hier aufgeschrieben. Erkenn deine Ausrede aus der Liste, und tu für die nächsten zwei Minuten genau das Gegenteil davon.

Ich hab genau ein System, mit dem meine Männer essen was sie wollen und trotzdem abnehmen, ohne Verzicht und ohne Kalorien zu zählen. Schreib mir INFO per Nachricht, und ich schick dir die drei Regeln auf einer Seite.

Denis Dreser

Denis Dreser ist Gründer der Primal Power Academy und Coach für Männer zwischen 30 und 50. Ehemaliger Sport- und Gymnastikrehrer. Themen: Testosteron optimieren, Fett verlieren, Muskeln aufbauen – für Männer mit Job und Familie.

← Zurück zum Blog